... singend Brücken bauen

Yawe ho - Dance of the North* - Tanz des Nordens*  Native Americans, Irokesen / trad.?
via Joanne Shenandoah (youtube unten) 
Wir haben das Lied rhythmisch etwas angepasst, so dass es auch in Gruppen singbar ist. 
>> für Hörprobe & PDF-Textblatt: runterscrollen


Yawe ho, yo ho, yo ho
Gajuwani no o he ya
Gajuwani no 

Hintergrund
Das Lied stellt die Verbindung zu den AhnInnen her. Es kann auch gesungen werden, um die Seelen von Verstorbenen gut hinüber zu begleiten.
(*Der Norden steht für das Reich der unsichtbaren Kräfte, für den Winter, die Nacht, die Stille und die Seelenkraft.)

Inspiration für die Wendezeit
In dieser grossen Wendezeit können unsere technisch hoch entwickelten Zivilisationen, die auch massgeblich für die Zerstörung und Ausbeutung unserer Mutter Erde verantwortlich sind, viel von indigenden, naturnahen Völkern lernen. Diese leben (seit es die Menschheit gibt) erdverträglich mit der Erde, im Wissen, dass sie ein Teil der Natur und ihrer Mit-Welt sind - Teil eines grösseren Ganzen.
Unsere Zivilisation erhebt sich über die Natur, welche als ‚ausserhalb‘ betrachtet und deshalb auch Um-Welt (statt Mit-Welt) genannt wird.
Mit diesem Lied können wir die unsichtbaren Kräfte und Vormütter und -väter ursprünglicher Kulturen darum bitten, den Grossen Wandel zu unterstützen - hin zu einer erdverträglichen und menschlichen Zukunft zum Wohle aller Wesen – ein Wandel, der bei der Basis beginnt, z.B. im Erhalten und Wiederherstellen von Ökosystemen, artgerechter Umgang mit Menschen, Tieren und Pflanzen, Einführen von Gemeinwohl-Ökonomie, Abschaffen zerstörerischer Waffensysteme, einhalten des UNO-Gewaltverbotes, ... anstatt Symptom-Bekämpfung mit Technokratie und Transhumanismus, immer noch auf einer destruktiven Basis von einem gewinnorientierten Kapitalismus.
Die unsichtbaren Kräfte werden auf unsere Anliegen besonders aufmerksam, wenn wir mit unseren Gefühlen und unseren Seelenkräften verbunden sind, wenn wir singen, tanzen und uns kreativ ausdrücken.

Aussprache
y, j = i / w = wie in engl. water

Takt m
2/4, mit langsamem Puls

Tonart / Anfangstöne
C-Moll
1. Hauptstimme: cc g f g c - es.es es.d d cb b cc c.d c
2. höhere Stimme*: cc g f g c - *g.g g.f f ed d eses es.f es

Akkorde / Begleitung
getragene, ruhige Akkordbegleitung: -/ cm F cm cm - Es B gm - cm cm
& ruhige, sanfte Trommelbegleitung (wir empfehlen keine Rasseln)

mögliche Gestaltung des Liedes
Zum Lernen eignet sich das Vor- und Nachsingen einzelner Sequenzen. Empfehlenswert ist es, das Lied (bald) ohne Textblatt zu singen, um in eine meditative Stimmung einzutauchen. 
Achtung: Bei diesem Lied ist das innere, mit dem Herzen verbundene Lächeln wichtig, weil das Lied sehr langsam gesungen wird und viele Töne lange getragen sind. Mit dieser Präsenz kann man dem Sinken etwas entgegenwirken. 
Die letzten zwei Zeilen kann man am Schluss wiederholen.

1. tiefere Hauptstimme ... das Lied ist auch einstimmig sehr kräftig
2. höhere Stimme - erst ab 2. Zeile "Gajuwani ..."
Erfahrungen, inspirierende
Dieses Lied vermittelt oft eine grosse Ruhe.
PS: Für mich (Jana) ist es das ruhigste Lied, das ich kenne.

Quelle
Joanne Shenandoah, CD "Life Blood" (Dance of the North) 
Übungs-Doppel-CD "Canta canta!" von StimmVolk.ch  CDII35

Themen
Ahnen, Ahninnen
Anderswelt
Begleitung
Brücke zwischen Hier & Dort
Norden
Ruhe
Seelenwelt
Stille
Regenbogen
Verbindung zur anderen Welt
Verstorbene begleiten
Vormütter, Vorväter