... singend Brücken bauen

Es sass ein klein wild Vögelein – „Das wild‘ Vögelein“   Minnelied aus Siebenbürgen vor 1516 / trad.

Es sass ein klein wild Vögelein
auf einem grünen Ästchen.
   Es sang die ganze Winternacht,
   sein Stimm tät laut erklingen. 2x  

"O sing mir doch, o sing mir doch,
du kleines wildes Vögelein!
   Ich will um deine Federchen
   dir Gold und Seide winden."
2x

"Behalt dein Gold, behalt dein Seid,
ich will dir nimmer singen;
   ich bin ein klein wild Vögelein,
   und niemand kann mich zwingen." 2x

"Geh du herauf aus diesem Tal,
der Reif wird dich erdrücken."

   "Drückt mich der Reif, der Reif so kalt,
   Frau Sonn wird mich erquicken." 2x

Takt
3/4 (ausser einem Takt im 2/4 anfangs der zweiten Linie: "... einem grünen... " / ... kleines wildes ... " / ... Reif wird dich er- ...")

Tonart / Anfangstöne
E-Moll
1. h e.ee

Akkorde
- / em em Fis(2/4) em
G D em/H em
G D em/H7 em

Mögliche Gestaltung und Tipps
Die erste Strophe von allen gesungen, dann aufgeteilt nach Rolle.
Es wirkt besonders berührend, wenn beim Singen des Liedes mal die Frauen, mal die Männer die Worte des Vogels übernehmen.

1. Stimme
2. Stimme (höher - Sopran & Tenor)
Die Wiederholung der zwei letzten Zeilen kann eine Terz höher gesungen werden.

Quelle
Hagara Feinbier "Come together songs - Band 1" S.28  (jedoch mit leicht anderem Rhythmus - in unserer Version singen wir nur die letzte Zeile jeweils nicht punktiert)

Themen
Besitz
Eigenständigkeit
Freiheit
Gold
Natur
Reichtum
Sein vs. Haben
Selbstbestimmung
Sonne
Unbestechlichkeit
Vogel
Wildheit